Die Premiere von “Happy Birthday Lenny” im Prinzregententheater in München

Ich hatte Glück und konnte Karten für die Premiere von “Happy Birthday Lenny” ergattern.

Eine Zusammenstellung des Lebenswerkes von Leonard Bernstein, aufgeführt von den Studenten der Bayerischen Theaterakademie.

Aufführungsort war der große Saal des Prinzregententheaters in München.

Vor dem Theater rauscht der Verkehr auf der schneenassen Straße vorbei.

Drinnen herrscht schon feierliche Premierenstimmung.

Eine erste positive Überraschung: Die Gaderobe ist kostenlos. Klasse, das gesparte Geld, kann ich dann gleich in ein Programmheft investieren.

Ich hatte Online günstige Tickets für nur 10 Euro! + 1,50 Gebühren bestellen können.

Wie sich herausstellte war der Platz am oberen rechten Rand der Saalbestuhlung eine sehr gute Wahl.

Man konnte alles sehen und hören. Perfekt. Die Vorstellung war praktisch ausverkauft.

Es war ein bunt gemischtes Publikum. Ich würde sagen 50% über 50 Jahren und die restlichen 50% verteilten sich um die 14 – 49 Jahre.

Outfitmäßig war alles vertreten. Es gab viele, die sich modisch in Richtung Galaabend bewegten – was der ganzen Veranstaltung Glamour verlieh.

Aber auch Jeans und Turnschuhe waren vertreten. Ich kam in Hemd und Cordhose, ein modischer Mittelweg also.

Vorstellungsbeginn war 19.30 Uhr.

Als die Beleuchtung gedimmt wurde, kam der erste Applaus auf. Alle Zuschauer waren in freudiger Erwartung auf die Vorstellung.

Die Aufführung von Happy Birthday Lenny war eine künstlerische Herausforderung.

Die Musik kam nicht vom Band, sondern wurde LIVE vom Münchner Rundfunkorchester gespielt.

Anfangs hatte ich mir vorgenommen, mir einzelne Künstler/innen, die eine besonders gute Leistung brachten, namentlich hier hervorzuheben.

Aber mit jedem weiteren Stück wurde dieses Vorhaben immer schwieriger.

Und spätestens nach der Pause gab ich es ganz auf, einzelne Leistungen besonders hervorzuheben.

“Happy Birthday Lenny” war eine grandiose Gesamtleistung.

Es wurden die Highlights von Leonard Bernsteins Stücken dargeboten. Und es war musikalisch, sowie optisch ein Hochgenuss.

Was zuerst ins Auge fiel, waren diese geschmackvollen und vielfältigen Kleider aus den 50er und 60er Jahren. Auch die Herren waren angemessene gekleidet.

Aber doch fiel es besonders auf, dass sich das Kostümbild eine besondere Mühe gemacht hat.

Musikalisch war es eine Reise aus den 50er Jahren bis Ende der 70er Jahre.

Man konnte in der Aufführung viel über Bernstein als Musiker, aber auch als Person lernen.

Persönlich hätte ich mehr leichte Musical Elemente erwartet. Dem war jedoch nicht so. Bernstein arbeitete an dem Klang und der Ausdrucksform der US Amerikanischen Oper.

Es war ein schöner langer Liederabend! Die Vorstellung dauerte mit 20 Minuten Pause von 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr. Es gab jedoch keinen Moment Langeweile.

Ein Stück reihte sich an das Nächste und man wurde für seinen Besuch mit großartiger Unterhaltung belohnt.

Das Publikum war begeistert, klatschte und trommelte mit den Füßen. Bravo Rufe waren zu hören.

Die Premiere war sehr gut besucht.

Ich möchte trotzdem darauf hinweisen, dass man bei den Vorstellungen der Bayerischen Theaterakademie bereits für den Preis von 10 Euro einen großartigen Musik und Theaterabend bekommen kann.

In meinen Augen kann da kein Kinobesuch mithalten.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der sollte die Aufführungen der Bayerischen Theaterakademie im Auge behalten.

Auf den Seiten der Theaterakademie gibt es regelmäßige Updates und einen Newsletter.

https://www.theaterakademie.de

 

 

 

 

 

 

 

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